Warum ich bei der Europawahl am 26. Mai Volt gewählt habe

Die Europawahl hat endlich Bewegung in die politische Landschaft gebracht. Die Grünen haben ein unglaublich gutes Ergebnis erzielt – auch, wenn es gern noch etwas mehr hätte sein können. Ich hätte mit Sicherheit auch Grün gewählt, wenn ich nicht vor einigen Monaten über eine kleine, engagierte neue Partei namens Volt gestolpert wäre (siehe Volt Deutschland, Volt Europa).

Dank der fehlenden Fünf-Prozent-Hürde bei der Europawahl spielten taktische Erwägungen eines möglichen Stimmverlustes keine Rolle – und so habe ich mein Kreuz ganz unten auf dem Wahlzettel gemacht. Und habe mit geholfen, Volt und seinem deutschen Kandidaten Damian Boeselager einen ersten Sitz im Europaparlament zu verschaffen (wie es ihm damit geht beschreibt er in einem Interview hier).

Nun gehöre ich mit meinen 53 Jahren eigentlich eher zu der extrem rechtspopulistisch gefährdeten Bevölkerungsgruppe (siehe Wahlergebnis nach Alter), zumindest aber in die Gruppe, die langsam in das konservativ rechte Lager abgleitet (welch eine Horrorvorstellung).

Warum also Volt? Ganz einfach – weil ich nicht nur die Fakten des bereits dramatisch fortschreitenden Klimawandels sehe, sondern weil ich auch fest davon überzeugt bin, dass wir nur als vereintes Europa auf der Weltbühne etwas bewegen können. Diese klein-geistigen nationalen Befindlichkeiten und Egotrips müssen endlich aufhören. Ich glaube fest an die Vision der vereinigten Staaten von Europa, in denen wir gemeinsam auf Europäischer Ebene für Ausgleich, Frieden und Wohlstand sorgen. Es wir Zeit, dass wir endlich dieses Ziel ins Auge fassen.

Das Europawahlprogramm von VOLT entspricht in großen Teilen meiner persönlichen Vision einer politisch erstrebenswerten Zukunft. Nicht nur für die Generationen, die nach uns kommen (hi, Töchterchen) und die besseres verdient haben, als eine kaputte Welt voller egoistischer alter Menschen – sondern auch für mich. Ich würde gern noch erleben, dass wir es schaffen, unseren Kindern mehr zu hinterlassen, als eine Klimakatastrophe.

Ich bin noch lange nicht zufrieden – aber diese Wahl war immerhin ein Anfang.

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